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Kontroverse Diskussion (28.03.2008)

logo_muenchner_aids-tage.jpg Die 12. Münchner Aids-Tage, eine der wichtigsten deutschsprachigen Fachtagungen, waren am Wochenende vor Ostern von kontroversen Diskussionen um eine schweizer Veröffentlichung geprägt. Die dortige Eidgenössische Kommision für Aids-Fragen (EKAF) hat eine Empfehlung für die ärztliche und psychosoziale Beratung formuliert, nach der HIV-Infizierte in festen Beziehungen Sex ohne Kondom haben können, soweit bestimmten Bedingungen erfüllt sind, insbesondere eine Absenkung der Viruslast im Blut durch eine erfolgreiche Behandlung.

Die Deutsche AIDS-Hilfe begrüßt die Veröffentlichung als eine wesentliche Erleichterung und Ent-Ängstigung für Menschen mit HIV, die mit PartnerInnen zusammenleben, die nicht infiziert sind. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hingegen ist besorgt, welche Auswirkung diese Veröffentlichung auf die Präventionsarbeit haben wird.

Der Geschäftsführer der AIDS-Hilfe Kassel, Rainer Schultz, erklärt: "Safer Sex bleibt die tragende Säule unserer Präventionsarbeit. Gleichwohl kann die Veröffentlichung der EKAF dabei helfen, Hysterie abzubauen. Sie stellt einen wichtigen Aspekt für unsere Beratungsarbeit für Menschen mit HIV und Aids dar."

Die aktuelle Ausgabe der Post, des Magazins der Hessischen AIDS-Hilfen, bietet umfangreiches Hintergrundmaterial zum Thema. Wir empfehlen den Download (2,1 MB) zur weiteren Lektüre.

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