Reisebeschränkungen unverändertes Ärgernis (07.07.2008)

Menschen mit HIV und Aids unterliegen in vielen Ländern weiterhin Reisebeschränkungen. Auf diesen unhaltbaren Skandal verwies im Juni eine Konferenz von Nichtregierungs-Organisationen am Sitz der Vereinten Nationen in New York. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon forderte in seiner Eröffnungsansprache ein Ende dieser Politik. In über 70 Länder finden sich noch diskrimierende Reisebeschränkungen. Zu den zwölf Staaten, die eine Einreise von HIV-Positiven sogar grundsätzlich untersagen, gehören neben Jemen, Sudan und Irak auch die Vereinigten Staaten.
Trotz einer Reihe von politischer Initiativen im US-Kongress zum Jahresbeginn, bleibt der seit 1987 bestehende Reisebann in den USA vorläufig bestehen. Ein offensichtlicher Widerspruch zu den ambitionierten Bekundungen für einen weltweiten Kampf gegen Aids aus dem Weißen Haus. Detaillierte Informationen zu dem Thema finden sich im Portal
http://www.hivtravel.org, das u.a. von der Deutschen AIDS-Hilfe mitbetrieben wird.
Nachtrag:Ende Juli verabschiedete das US-Repräsentantenhaus ein Maßnahmenpaket im Kampf gegen Aids, das auch die Aufhebung des Einreiseverbotes für HIV-Positive beinhaltet. Dies bedarf aber noch der Zustimmung des Präsidenten.
(11.08.2008)
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